Pressemitteilung: Das Unsichtbare sichtbar machen; Assistenz- und Sicherheitssysteme der neuen Mercedes-Benz A-Klasse durch Mixed Reality begreiflich machen

Um die umfassend hohe Beratungsqualität bei Mercedes-Benz sicherzustellen, wird die weltweite Vertriebsorganisation derzeit im Rahmen der Global Training Experience auf Ibiza geschult. Im Fokus: neueste Fahrzeuggenerationen, innovative Technologien und elementare Markenthemen.

Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei der aktuellen Generation der A-Klasse zu: Das hochmoderne Fahrzeug der Kompaktklasse, das ab Mai dieses Jahres in den Showrooms steht, verfügt über das multimediale Infotainmentsystem Mercedes-Benz User Experience (kurz: MBUX). Dank künstlicher Intelligenz passt sich das performante System den Bedürfnissen seiner Nutzer an. In puncto Fahrsicherheit bietet die neue A-Klasse einen für die Kompaktklasse nie dagewesenen Umfang an Assistenz- und Sicherheitssystemen. Hier wird die A-Klasse den Ansprüchen der Oberklasse gerecht.

Beim komplexen Zusammenspiel von Radar- und Kamera-Sensorik besteht folgende elementare didaktische Frage: Wie lässt sich das Zusammenspiel der einzelnen Systeme eingängig erklären? Dem bloßen Auge bleiben die komplexen Verbindungen zwischen den verbauten Technologien vielfach verborgen. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, hat sich Mercedes-Benz Global Training Unterstützung geholt. Mit den Experten des Wegesrand Experten Netzwerkes und dessen Technologie- und Entwicklungspartner IJsfontein Interactive Media entstand unter Verwendung der Microsoft HoloLens-Technologie eine Echtzeiterfahrung unmittelbar am Fahrzeug.

„Der Einsatz von Sensoren und Kamerasystemen im Zusammenspiel mit intelligenter Software schafft heute technische Möglichkeiten, Autofahren sicherer zu machen. Mit Mixed Reality, der Vermischung und Interaktion von Realität und Visualisierung, wird das Unsichtbare sichtbar und damit für die Nutzer nachvollziehbar“, erklärt Wegesrand-Geschäftsführer Thorsten Unger.

Im Zentrum der 6-minütigen digital geleiteten Führung steht die physisch vorhandene A-Klasse. Die von Microsoft entwickelte Datenbrille HoloLens stellt dabei virtuelle Informationen zur Verfügung, die über bloße sichtbare Elemente der Assistenz- und Sicherheitssysteme hinausgehen. Über Fallbeispiele werden Funktionsweisen und Leistungsmerkmale deutlich. Nutzerinnen und Nutzer können auf diese Weise beispielsweise erfahren, wie potenzielle Kollisionen durch moderne Technik verhindert werden kann und erhalten so elementare Informationen, die für die Beratungssituation mit dem Kunden wichtig sind.

Über die Datenbrille erfahren Anwenderinnen und Anwender, was die A-Klasse über Sensoren und Kameras detektiert und wie sie auf potenzielle Gefahrensituationen reagiert: optische und akustische Warnungen, situationsgerechte Bremskraftunterstützung oder autonome Notbremsung. Gegen Ende des virtuell unterstützten Fahrzeugrundgangs werden sämtliche Assistenzsysteme in Aktion dargestellt. Auf diese Weise wird das Zusammenspiel der verschiedenen technischen Elemente erkennbar.

„Bildlich gesprochen, wird der Nutzer Teil einer sich stetig im Kontext der Nutzung veränderlichen Infografik. Wir verweben also die virtuell dargestellten Funktionsweisen und Informationen zu den Assistenz- und Sicherheitssystemen mit dem realen Fahrzeug zu einem ganzheitlichen Erlebnis“, erläutert Hayo Waagenar, Creative Director bei IJsfontein, die Vorgehensweise der Anwendung.

IJsfontein Interactive Media GmbH

IJsfontein Interactive Media bietet spielbasierte Lernlösungen und verfügt über jahrelange Projekterfahrung, Beratungs- und Konzeptionskompetenz in Sachen „Spiel und Bildung“. Forschungsprojekte sowie Lehrtätigkeiten begründen zudem einen umfangreichen Transfer von Wissenschaft und Praxis. Seit 1997 schaffen derzeit mehr als 50 Mitarbeiter vielfach ausgezeichnete Projekte mit namhaften Unternehmen, Institutionen und Bildungsträgern. IJsfontein betreibt Büros in Amsterdam, Mönchengladbach und Berlin.

Blogbeitrag: Als Alexa HAL hieß

„Guten Morgen Dave“. Seine Stimme war freundlich, irgendwie sanft und immer ein wenig nachsichtig. Auch dann, wenn sich HAL ungerührt gegen seine Schöpfer wendete, denn: „Gehirne der Serie 9000 sind die besten Computer, die jemals gebaut worden sind. Kein Computer der Serie 9000 hat jemals einen Fehler gemacht oder unklare Informationen gegeben. Wir alle sind hundertprozentig zuverlässig und narrensicher – wir irren uns nie.“

Es ist unglaublich, wie zielsicher und prophetisch Stanley Kubrick in seinem Kultfilm „2001: Odyssee im Weltraum“ schon vor genau 50 Jahren unser zentrales Dilemma von heute formulierte, den Konflikt zwischen grenzenloser Technikgläubigkeit und den moralischen Herausforderungen, vor denen uns KI stellt. Die kritischen Stimmen, die vor einem Kontrollverlust gegenüber künftigen mächtigen, selbstlernenden Super-Computern warnen, sind zahlreich. Tesla-Chef Elon Musk und der kürzlich verstorbene Stephen Hawking sind nur zwei der prominenten Mahner.

Es ist unbestritten, Technologie kann die Welt besser machen. Aber ebenso wichtig ist die Analyse von SPON-Kolumnist Christian Stöcker: „Autonome Entscheidungssysteme brauchen Aufsicht und Kontrolle, und das besser früher als später. Das Risiko besteht derzeit aber nicht primär darin, dass die Maschinen zu klug werden – sondern darin, dass wir noch zu dumm sind, sie wirklich klug zu machen.“

Die HALs von heute –  Siri, Alexa oder Mortana –  sind (zum Glück) nicht ganz so schlau. Wenn auch gelegentlich zum Fürchten, nämlich dann, wenn sie unaufgefordert und aus dem Nichts heraus in Gelächter ausbrechen.

Mehr zu HAL und Kubrick Kultfilm präsentiert jetzt das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt am Main in einer sehenswerten Sonderausstellung. Mit zahlreichen Originalexponaten aus internationalen Sammlungen und aus dem Stanley Kubrick-Archiv der University of the Arts London.

P.S. Echte Fans können sich HAL jetzt auch nach Hause holen. Das US-Unternehmen Master Replicas entwickelt derzeit eine original lizenzierte Nachbildung von HAL-9000 mit Amazons Alexa als Sprachassistenten. Die Software zeigt das Interface aus dem Film auf einem Amazon Fire-Tablet-Display. Bislang sind nur HALs Filmzitate zu hören, die sich via Alexa aufrufen lassen. Am Ende der Entwicklung soll dann Alexa selbst mit der Stimme von HAL sprechen und als virtueller Assistent unser smart home steuern.

Von Thorsten Unger