Interview mit Filmregisseur Marcus Sternberg. Seine These: Buchmarketing 2.0 muss endlich auf die bewegte Werbung mit stimmigen Geschichten rund um Bücher und Autoren setzen

Katalog war gestern: Buchtrailer gegen Leserschwund. – Von 2012 bis 2016 gingen dem Buchhandel laut GfK 6,1 Millionen Buchkäufer verloren. Ein Grund für den Schwund: die Internetnutzung hat zugenommen, vor allem in den jüngeren Zielgruppen. Laut ARD/ZDF-Online-Studie waren 2018 erstmals über 90 Prozent der Deutschen online. Mehr noch: drei Viertel der Bevölkerung sehen zumindest gelegentlich bewegte Bilder im Netz, 60 Prozent der Bevölkerung nutzen mindestens wöchentlich und 33 Prozent täglich Onlinevideos.
Durchschnittlich verbringen deutsche Online-User 13 Stunden damit Online-Videos zu schauen, hat wiederum die GfK herausgefunden. Die Bevölkerungsgruppe über 14 Jahren präferiert dabei vor allem YouTube. Die Videoplattform erreicht hier eine Nettoreichweite von 91 Prozent.
Beste Rahmenbedingungen für die Renaissance eines Werbemittels, das eigentlich schon seit fast 15 Jahren auf dem Markt ist – den Buchtrailer. Buchmarketing 2.0 setzt nun wieder verstärkt auf die bewegte Werbung mit stimmigen Geschichten rund um Bücher und Autoren. Sie soll Appetit machen auf neue Werke, den künftigen Leser visuell und emotional ansprechen, die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen erhöhen und so im besten Falle die Verkäufe ankurbeln.
Als Marketinginstrument vieler Verlage und AutorInnen sind Buchtrailer mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Die Leseprobe 4.0 heißt Bewegtbild.
Interessante Links:
ARD/ZDF-Onlinestudie 2018
http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/
Play Video Advertising Report 2018
https://www.adzine.de/whitepaper/adzine-video-advertising-report-2018/

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